Band des Monats – Pancho Miranda Banda

Die chilenische Band Pancho Miranda Banda kombiniert Elemente von Folk, Rock und chilenischen und lateinamerikanischen Rhythmen zu einem dynamischen Mix. Die Band besteht aus klassisch ausgebildeten Musikern und ist eine der beliebtesten südamerikanischen Bands auf Bandplanet. Zudem gehört der Sänger, Francisco Miranda, zu einem der erfolgreichsten Premium Club-Mitglieder. Kürzlich erzählte er uns in einem Interview von den Vor- und Nachteilen einer Indie-Band, was er am Bandplanet Premium Club schätzt und weshalb sie sich für Folk und Rock anstelle von klassischer Musik entschieden haben.

Kannst du uns verraten, wie ihr euch kennengelernt und eure Band gegründet habt?

Im Jahr 2009 fiel der letzte Auftritt meiner alten Band und der erste Auftritt von Titos Band zusammen. Da erzählte ich ihm auch, dass ich gerne ein Soloprojekt mit einer Band machen würde. Er schlug mir vor, eine gemeinsame Sache zu machen und stellte mich dem Drummer Nilson Olguín vor. Zudem wollte ich meine Frau Romina, welche Bass spielt, im Projekt mit dabei haben. Irgendjemand hat von unserer Band gehört und lud uns ein, ein paar Gigs zu spielen. Am 25 Juni probten wir vier Songs – unser Live-Debüt war zwei Tage später, am 27. Juni 2009. Momentan arbeiten wir noch mit einem anderen Drummer, Francisco Zamorano, zusammen.

Erzähl uns ein bisschen von eurem kreativen Schaffen. Beginnt ihr mit dem Sound, einem Riff, mit dem Text oder schreibt/ jammt ihr zusammen?

Normalerweise beginnt es mit dem Text und der Melodie (Strophe und Refrain) und danach kommt der instrumentelle Teil dazu. Manchmal entstehen die Kompositionen aus lateinamerikanischen einheimischen Folk-Rhythmen, welche sich dann in Riffs, im Schlagzeug oder im Bass wiederspiegeln. Wir wollen ja den südamerikanischen Charakter in den Texten und in der Musik hervorheben.

Wo holt ihr euch Inspiration für eure Texte?

Grundsätzlich in alltäglichen Geschichten des Lebens und von gewöhnlichen Leuten. Wir wollen natürlich auch auf soziale Rechte und politische und kulturelle Themen aufmerksam machen. Manchmal gelingt uns das indem wir einen sehr direkten und expliziten Ton und Sprache treffen – manchmal gelingt uns das mit Poesie und mit Metaphern.

Ihr seid klassisch ausgebildete Musiker – was brachte euch zur modernen Rock/Folk-Musik?

Das hängt mit dem Wunsch zusammen, die einheimische Identität in einen internationalen Kontext zu stellen. In Chile ist die Gesellschaft überhaupt nicht homogen und die musikalischen Vorlieben sind abhängig von der Gesellschaftsschicht. Der populärste Musikstil hat eine mestizo-Tradition von der spanischen Eroberung Amerikas, die gehobeneren Schichten orientieren sich eher an europäischen Einflüssen.

Rock ist der einzige Ort, wo dieser Mix zusammen kommt. Rock aus den 70er und 80er Jahren ist immer noch einflussreich und dank diesem hat Chile den Wert der Kultur von ihren Leuten wiederentdeckt – durch Bands und ihre Mitglieder, welche sich sozial und kulturell engagieren.

Die Idee hinter der Verschmelzung von Folk und Rock ist, jungen Leuten Bewusstsein über unsere mestizo-Wurzeln zu vermitteln, sowie auch ein Projekt zu entwickeln, das stilistisch vielfältig ist.

Ihr habt Pancho Miranda erfolgreich selbst promotet und vermarktet. Was sind die Vor- und was die Nachteile, eine unabhängige Band zu sein in der heutigen Zeit?

Die Vorteile sind sicherlich, dass man merkt, dass Errungenschaften nie verloren gehen; jedes Projekt, das diesen Weg geht, wird zur Lebensschule. Zudem hat man die Möglichkeit, seine Arbeit frei einzuteilen ohne Wenn und Aber.

Ein grosser Nachteil ist sicherlich, dass die Geld-Ressourcen knapp sind – oder meistens gar nicht vorhanden. Folglich wird unsere Arbeit abhängig vom Wohlwollen und vom guten Gedächtnis der Leute. Dies kann aber misslingen, ohne dass man es überhaupt merkt. Oft geht viel Zeit dafür drauf, sich um finanzielle Angelegenheiten zu kümmern, was dann zur Folge hat, dass man weniger Zeit für die Musik hat.

Ihr wart schon auf vielen grossen Festivals in Südamerika (Talento Crudo, Unirock Alternativo, Rockodromo) – was denkst du, welche Rolle spielen Festivals heutzutage für Bands und Musiker?

Zweifelsohne sind Festivals für Bands die grössten unabhängigen Promoter, da das Fernsehen und Radio normalerweise nur kommerzieller Musik Raum bietet. Festivals präsentieren deine Musik als Highlight und sie richten sich an ein Publikum, das Neuentdeckungen liebt. Zudem geben sie dir Produkte wie Videoaufzeichnungen, Shirts und Pressemitteilungen, welche das Bandportfolio aufpolieren.

Welches sind deine Festival-Highlights?

Talento Crudo war definitiv einzigartig, da es uns in unserer Arbeit gegen den Strom bestätigte – entfernt von allen aktuellen Musiktrends. Aber man kriegt natürlich auch Bestätigung an anderen Events, was wirklich super ist.

Später in Kolumbien am Unirock Alternativo konnten wir die motivierendste Erfahrung überhaupt machen, da es unser erstes Mal war, dass wir mir der Band ausserhalb von Chile vor einem riesigen Publikum auftraten.

Was sind deine wichtigsten musikalischen Einflüsse?

Da gibt es ganz viele. Aber als Band fühlen wir uns sehr verbunden mit León Gieco, Café Tacuba, Manu Chao und Bersuit. Textlich lassen wir uns beeinflussen von Violeta Parra und Rolando Alarcón.

Was ist deiner Meinung nach das Beste daran, in einer Band zu spielen?

Auf der Bühne zu stehen und zu performen. Es ist sehr schwierig, eine intime Atmosphäre mit dem Publikum zu schaffen – intim im Sinne einer Art Freundschaft. Es ist etwas, das man auf keinen Fall verpassen sollte!

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Momentan sind wir grad an Songs für unser neues Album und wir sind noch am abwägen, ob unsere Musik von einer Musikakademie produziert werden soll. Dies könnte uns Zugang zu einem breiteren Publikum ermöglichen.

Was unser aktuelles Album anbelangt, sind wir am fertigstellen von zwei Videos, eines für den Song ‘Revolución’ und eines für ‘Preludio al Camino’.

Wir haben auch Kontakte ausserhalb von Chile, vor allem mit lateinamerikanischen Festivals, welche einen Band-Austausch ermöglichen. Zudem haben wir noch eine Tour auf „Standby“, welche wir mit einer anderen chilenischen Band für den Oktober organisieren wollten, um in Deutschland, Österreich und Holland auf Tournee zu gehen (die Tour ist aber auf „Standby“, da Romina im Oktober unser erstes gemeinsames Kind erwartet!).

Was ist auf deiner aktuellen Playliste?

Normalerweise fülle ich meinen Kopf einfach gerne mit Musik – aber nicht mit etwas Besonderem. Ich wähle die Musik nach meiner Laune aus. In den letzten paar Tagen hörte ich viel argentinischen Folk. Zudem tauche ich auch ein bisschen in den Rock der 80’s ein, um meine Batterien wieder aufzuladen.

Was ist dein Lieblingssong auf Bandplanet?

Piedrazón – Tronn

Wie wurdest du auf Bandplanet aufmerksam?

Ich lernte Lilian Morales (Bandplanet-Scout) über Facebook kennen und sie machte mich mit diesem Wunder bekannt…

Du bist eines unserer erfolgreichsten Premium Club-Mitglieder – was sind die Vorteile der Premium Club-Mitgliedschaft auf Bandplanet?

Das Beste daran ist, dass ich das gemacht habe, was ich immer gemacht habe, um ein Netzwerk zu schaffen – aber diesmal wusste ich, dass es einen finanziellen Nutzen hat. Ich finde es grossartig, dass dank Bandplanet Musiker wieder mehr Zeit für Musik und Projekte haben und weniger Zeit investieren müssen, um ein Einkommen zum Überleben zu haben. Ich wusste nicht, dass die Möglichkeit besteht, auf einem globalen Level so ausgesetzt zu sein und solche Publicity zu erlangen – bis ich Bandplanet entdeckte!

Ich glaube daran, dass um uns herum viele Möglichkeiten vorhanden sind, welche auch von der Kreativität von jedem einzelnen von uns abhängen – diese Plattform bietet dazu zahlreiche Gelegenheiten!

Wie konntest du vom Bandplanet Bonus-Programm profitieren?

Im meinem Fall geschah dies, indem ich während Festivals Künstler rekrutierte. An Festivals hat es genügend Musiker und Bands, welche daran interessiert sind, promoted zu werden. Auch Festivals sind immer auf Plattformen angewiesen, die sie pushen.

Hast du irgendwelche Tipps für User, wie sie ihr Netzwerk auf Bandplanet erweitern können?

Sende viele E-Mails an Bands und Freunde, damit diese beitreten, motiviere Enthusiasten, ihre Netzwerke spielen zu lassen und sei geduldig, wenn du jeden notwendigen Schritt erklärst, um noch mehr von Bandplanet zu profitieren, und hör ja nie auf, deine Aktivitäten und die der Plattform zu kommunizieren.

Wir versuchen Bandplanet ständig zu verbessern – hast du ein Feedback für uns?

Ein Online-Chat, in welchem man live mit anderen Leuten kommunizieren kann, wäre grossartig. Zudem fände ich es toll, wenn es auf der Homepage einen eigenen Musikvideo-Kanal gäbe. Und an dieser Stelle möchte ich ein grosses Dankeschön für eure Arbeit aussprechen.

Danke, dass du dir Zeit für ein Gespräch mit Bandplanet genommen hast! Wir schätzen deine Unterstützung. 

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Pancho Miranda Banda auf Bandplanet.

Pancho Miranda’s Debüt-Album ‘Tiempos Modernos’ ist ab sofort erhältlich.

Live-Auftritte:

06.07.12: Escuela Unión Latinoamericana (acoustic show)

10.07.12 Lancierung des Projektes “Seed” an der Universität von Santiago

14.07.12: 20:30 Uhr: SCD Vespucio

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